Unternehmen erwarten sich viel von Content Marketing im B2B-Segment, statten es aber mit geringen Budgets aus – zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des österreichischen Industriemedien-Verlags. Wir präsentieren Ihnen die wichtigsten Ergebnisse und geben Tipps, wie Sie mehr aus Ihrem Content herausholen!

Content Marketing – die wichtigsten Erkenntnisse & Tipps der Industriemedien-Verlag Umfrage

Der WEKA-Industriemedien-Verlag hat in einer groß angelegten Umfrage 150 Marketing-Verantwortliche zum Thema Content-Marketing im B2B-Bereich befragt. Knapp die Hälfte davon hatte schon mit Content Marketing zu tun, etwas mehr (55 Prozent) bezeichnen sich als “erfahren” im Umgang damit. Als “Meister” sehen sich hingegen nur 10 Prozent. Die Erwartungen daran sind nichtsdestotrotz enorm hoch: Drei von vier Befragten glauben an einen höheren Return on Investment. Dennoch wird Content-Marketing in vielen Unternehmen stiefmütterlich behandelt und mit kleinen Budgets ausgestattet. Wenig überraschend also, dass der Großteil der Umfrage-Teilnehmer mit den Ergebnissen seiner Content Marketing-Strategie nur eingeschränkt zufrieden ist.

Ergebnis 1: Social Media & Videos sind besonders beliebt

Am häufigsten nutzen Marketingabteilungen – wenig überraschend – die sozialen Netzwerke. In Zukunft wollen sie verstärkt auf Bewegtbild setzen. Video ist gleichzeitig aber auch jenes Format, das am häufigsten von externen Produktionsfirmen produziert wird. Welche Möglichkeiten hier zum Beispiel die Foto- und Videoplattform Instagram bietet, lesen Sie hier.

Ergebnis 2: Qualität der Inhalte ausschlaggebend

Auf die Frage, was eine Content Marketing-Strategie erfolgreich macht, reihen die Befragten die Qualität der Inhalte an die erste Stelle. Erst dahinter kommen Strategie und Distribution derselben. Umso überraschender ist es, dass für die Marketingverantwortlichen die Verweildauer auf der eigenen Webseite – eigentlich ein Indikator für diese Qualität – kaum eine Rolle spielt.

Ergebnis 3: Content Marketing belastet das Budget nicht

Zwei Drittel der Befragten haben die Erfahrung gemacht, dass das Marketing-Budget nicht gestiegen ist, seitdem Content Marketing Teil der Strategie ist. Sieben Prozent sagen sogar, dass sie seitdem weniger für Marketing ausgeben, das Budget also kleiner geworden ist.

Was können Sie jetzt tun?

Tipp 1: Videos & Social Media

Nicht nur in den Marketingabteilungen ist Video die Nummer 1, auch Nutzer (also Kunden) bleiben immer öfter bei Bewegtbild hängen. Laut der Videohosting-Plattform Bright Cove verdoppeln Videos die Verweildauer auf einer Webseite sogar. Glaubt man diversen Prognosen, dann besteht auch die Fotostreaming-Plattform Instagram bald zu 80 Prozent aus Videos. Um mit Bewegtbild-Content Erfolg zu haben, müssen sich Unternehmen aber von den Klassikern des verkaufsorientierten Marketings verabschieden.

So wie Walmart und Buzzfeed: Aus der Kooperation zwischen dem Einzelhandelskonzern und einem der innovativsten Medienunternehmen weltweit, ist die App “tasty” hervorgegangen. Dort, am Blog und über den Instagram-Account, wird die Foodie-Community mit schnellen Rezepten versorgt. Dass all diese Produkte natürlich bei Walmart erhältlich sind, wird nur beiläufig oder gar nicht erwähnt – im Mittelpunkt stehen die Rezepte.

Tipp 2: Journalistische Sorgfalt im Content Marketing

Für Marketingverantwortliche steht die Qualität der Inhalte an oberster Stelle. Gute Inhalte und Geschichten hat Ihr Unternehmen mit Sicherheit in großer Zahl. Nun geht es darum, diese auf hohem Niveau zu vermitteln. Hier sind Personen gefragt, die über journalistisches Know-How verfügen und wissen wie Storytelling funktioniert. Sie wissen, wie komplexe Inhalte verständlich und spannend weiterverarbeitet werden.

WEST4MEDIA ist es so gelungen, eine Zusammenarbeit zwischen dem Öl- und Gaskonzern OMV und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ORF) herzustellen: WEST4MEDIA hat den sogenannten Turnaround – die Revision der kompletten Verarbeitungsanlage in Schwechat – im Wissensmagazin Newton erklärt. Hier haben wir in der Königsklasse des Content Marketings gespielt: über 20 Minuten Unternehmens-Content journalistisch hochwertig aufbereitet, so dass es für einen TV-Sender interessant wird.

Tipp 3: Sprechen Sie über Geschichten aus Ihrem Alltag!

Gutes Content Marketing belastet das Budget nicht, sagen die befragten Marketingverantwortlichen. Wer, wenn nicht Sie, wissen was gut und wichtig ist? Ich bin mir sicher, dass Sie in den vielen Jahren, die Sie in Ihrer Branche arbeiten, mehrere Terabyte an Wissen angehäuft haben. Lassen Sie das nicht in irgendwelchen Archiven oder im Serverraum dahinrotten, sondern sprechen Sie darüber – etwa in einem Podcast! Wenn Sie kurz überlegen, fallen Ihnen etliche Fallbeispiele oder vielleicht der ein oder andere hauseigene Experte ein, der oder die Ihren Kunden spannende Geschichten erzählen kann.

Oder Sie laden einen spannenden Gesprächspartner ein mit dem oder der Sie sich immer schon unterhalten wollten! Die Jobplattform LinkedIn macht es vor: Jede Woche holt Jessi Hempel im Podcast “Hello Monday” Menschen aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern hinters Mikro. Dreh- und Angelpunkt ist in jedem Gespräch das Kernthema von LinkedIn: Unsere Arbeitswelt und die Frage, wie unsere Jobs in Zukunft aussehen werden. In der ersten Folge spricht Hempel mit Seth Myers, dem Moderator der Late Night-Show auf NBC.

Podcasts sind günstig und unkompliziert zu produzieren. Alles, was Sie brauchen, ist eine gute Storyline, eine gute “Fragenstellerin” oder einen guten “Fragensteller”, den passenden Claim, spannende Studiogäste, zwei Mikrofone, ein Audio-Aufnahmegerät und ein Schnittprogramm. Für den Upload auf Streamingplattformen wie Spotify, Google Podcasts oder iTunes gibt es diverse Hosting-Plattformen, z.B. Blubrry.

Die komplette Studie können Sie auf der Webseite des Industriemedien-Verlags anfordern: https://industriemagazin.at/white-paper/21#form

Magda Jöchler

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